02.06.2016
Zwei Siege und ein zweiter Platz

Am 29. Mai fand zum dritten Mal das Büchen Traditional statt. Das abwechslungsreiche 3D-Turnier erlaubte lediglich die Bogenklassen Langbogen, Primitivbogen, Jagdrecurve und Blankbogen. Hubert Hamester, Uwe Schümann und ich freuten uns schon sehr auf das tolle Gelände in Büchen und die spannenden und witzigen Herausforderungen des Veranstalters. 36 Ziele galt es zu treffen, entweder mit drei Pfeilen, als Doppelhunter - bei dem 2 Ziele mit jeweils einem Pfeil getroffen werden mussten - oder als Hunter, bei dem nur ein Pfeil geschossen werden durfte.


Dieses Mal waren insgesamt 156 Teilnehmer angereist. Unsere Gruppe startete im Wald gleich neben der Schützenhalle. Es galt, mit einem Hunter-Schuss entweder die Ginsterkatze oder den Marder zu treffen. Schwierig war es natürlich wie immer, die richtige Entfernung zu schätzen. In unserer Gruppe schossen noch 2 Intuitivschützen, die mit Entfernungen nicht so große Probleme hatten. Bei ihnen läuft das Zielen eher unterbewusst ab.


Danach ging es in die Schützenhalle, wo wie im letzten Jahr das Ziel hinter drei Autoreifen hing, durch die hindurchgeschossen werden musste. Uwe und Hubert gelang dieser komplizierte Schuss beim ersten Pfeil. Das optimale Ergebnis, denn nach einem Treffer brauchte man die nächsten zwei Pfeile gar nicht mehr zu schießen. Mit einem unsicheren Gefühl trat ich die Herausforderung an. Im letzten Jahr hatte ich sie nicht gemeistert. Der erste Pfeil blieb im ersten Reifen stecken, doch hurra, diesmal traf ich beim zweiten Versuch den Würfel hinten den Reifen.


Viele Ziele mussten von einem Baumstumpf oder zwischen eng stehende Bäume hindurch getroffen werden, es galt bergauf und bergab zu schießen und das von ca. 4 m bis etwa 45 m. Auch der eiserne Wolf war wieder dabei, das Tier aus Eisen, bei dem nur das Kill, der Zielbereich mit etwa 15 cm Durchmesser, aus Gummimaterial bestand, in den der Pfeil eindringen konnte. Traf man diesen Bereich nicht, zerstörte das Auftreffen auf Metall ziemlich sicher den Pfeil. Uwe und ich meisterten diese Herausforderung beim ersten Schuss, Hubert jedoch hatte Pech und der erste Pfeil prallte vom Eisen ab. Das kostete wertvolle Punkte und wahrscheinlich den Pfeil. Zur Verwunderung aller blieb der Pfeil jedoch heil, was für ein Glück.


Fünf Stunden brauchten wir, um alle 36 Ziele zu erwandern. Danach konnten wir die erschossenen Punkte zusammenrechnen. Für ein Kill mit dem ersten Pfeil gab es beispielsweise 20 Punkte, ein Körpertreffer zählte 16 Punkte, ein Treffer ins Kill mit dem dritten Pfeil brachte nur noch 8 Punkte, ein Körpertreffer nur noch 4 Punkte.


Hubert schaffte 565 Punkte und erreichte damit den 1. Platz bei den Blankbogen Herren. Uwe wurde hinter ihm Zweiter mit 520 Punkten. Ich schoss mich mit 440 Ringen auf den 1. Platz bei den Blankbogen Damen. Auch die Preise für die ersten Plätze war sehenswert: Neben einer Flasche Met gab es einen wunderschön befiederten Holzpfeil. Ein tolles Turnier. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.


Iris Schümann