Am vergangenen Wochenende fand in Celle die Deutsche Meisterschaft im Feldbogen statt. Hubert und Matthias hatten sich dafür qualifiziert. Am Samstag, den 1. August ging es zuerst in die bekannte Runde. Das bedeutete zwar, dass die Entfernungen angegeben waren, dafür gab es schwere Weiten bis zu 50m. Das Wetter spielte auch mit. Bei strahlendem Sonnenschein war es ein Vergnügen, in den Waldgebieten zu schießen, auf den Freiflächen vielleicht doch so manches Mal sehr anstrengend.
Für Matthias lief es grandios. Er ist momentan in einer so fantastischen Form, dass er nach den 24 Scheiben mit eindrucksvollen 19 Ringen Abstand zum nächsten Schützen in der Altersklasse die Führung übernahm.
Hubert hingegen hatte mit Materialschwächen zu kämpfen. Die Mittenwicklung seiner Sehne löste sich langsam und verschob kaum merklich die so wichtigen Nockpunkte. Bis er den Übeltäter entlarvt hatte, war der Parcours schon fast abgeschlossen. Als 15. von 30 Teilnehmern gestartet, verlor er leider ordentlich an Plätzen und schloss den ersten Tag auf dem 28. Rang ab.
Am Sonntag, den 2. August starteten beide in die unbekannte Runde. Die Entfernungen zu den Scheiben zu schätzen, war schon so manches Mal eine Herausforderung, da die Schussbahnen auch durch schmale Nischen in den Büschen, über Gräben oder mehrere kleine Wälle verliefen und die unterschiedlich großen Auflagen zusätzlich die Augen täuschten. Davon konnten Uwe und ich uns selbst überzeugen, denn wir waren als Fan-Base angereist. Die Veranstalter hatten für die Zuschauer Wege und Aussichtspunkte abgesteckt, von denen man die Schützen prima beobachten und die Daumen drücken konnte.
Hubert hatte an diesem Tag seine alte Sehne aufgezogen. Das klappte hervorragend. Nun war auch er mit seinen Leistungen mehr als zufrieden. Das Endergebnis sprach für sich. Er konnte etliche Plätze gutmachen und schloss die Deutsche Meisterschaft mit 504 Ringen und dem 19. Rang bei den Blankbogen Altersherren ab.
Matthias legte ebenfalls zum Vortag noch eine Schippe drauf. Seine Leistungen waren derart überragend, dass er mit teuflisch guten 666 Ringen und einem Abstand von 48 Ringen zum Zweiten souverän den Meistertitel mit nach Hause nahm.
Beiden Schützen herzlichen Glückwunsch!



